Rettet das Ronneburger Hügelland!

Der gemeinnützige Verein „Rettet das Ronneburger Hügelland“ wurde am 28.12.2016 gegründet. Er ist hervorgegangen aus den eng kooperierenden Bürgerinitiativen „Ronneburg ohne Windkraft“ und „Gegenwind Büdingen“. Anlass war der Plan der Stadt Büdingen auf der Gemarkungsgrenze zu Ronneburg 4 Windkraftanlagen zu errichten, jede 200 m hoch. Da Büdingen der Gemeinde Ronneburg kein Geld abgeben wollte, kam diese auf die Idee ein eigenes, fünftes Rad zu errichten, um so Einnahmen zu generieren.

 

Unser Verein „Rettet das Ronneburger Hügelland e. V.“ verfolgt das Ziel, Windkraftanlagen in Ronneburg und Umgebung zu verhindern. Das bedeutet:

 

• Kein eigenes Windrad für Ronneburg.

• Gemeinsames Vorgehen von Bürgern und Politik gegen die 4 Büdinger Windräder.

• Stopp des Windkraftwahnsinns im Main-Kinzig-Kreis

 

Warum?

Windkraft gibt vor, die Natur zu schützen. In Wahrheit zerstört sie diese.

 

So gibt es im Vorranggebiet 475a (hier sind die 5 Anlagen geplant) eine Vielzahl von unter Artenschutz stehenden Vögeln. Insbesondere befinden sich hier nachweislich die Brutgebiete von Rotmilanen und Schwarzmilanen. Hier werden Rotmilanverbände von bis zu 40 Vögeln beobachtet, die dort ihre Kreise ziehen. Darüber hinaus liegt das Gebiet exakt in der Flugroute von Zugvögeln (u. a. Störche, Kraniche und Milanen), was in jedem Jahr im Frühling und Herbst zu sehen ist. Die Folge von Windkraftanlagen in diesem Bereich wären zahlreiche geschredderte Vögel und getötete Fledermäuse.

 

Die Ökobilanz der Anlagen stimmt hinten und vorne nicht. Besonders an Standorten mit geringer Windhöffigkeit wie in Ronneburg/ Eckartshausen steht der ökologische Schaden, der durch Bau und Betrieb der Anlagen angerichtet wird, in keinem vernünftigen Verhältnis zur gewonnenen Energie.

 

Besonders in deutschen Mittelgebirgen sind Windkraftanlagen darüber hinaus nicht wirtschaftlich zu betreiben. Sie fahren zum Teil hohe Verluste ein. Geld verdienen mit den Anlagen nur die Planer und Erbauer, die erfolglos versuchen, unzureichende Windhöffigkeit durch immer höhere Anlagen auszugleichen und so die Belastung für Bürger und Natur weiter erhöhen. Geht der Betreiber in Konkurs, haben finanzielle und vertragliche Vereinbarungen keine Gültigkeit mehr und müssen neu verhandelt werden – mit einer dann entsprechend schwachen Position der Gemeinden.

 

Absurd: Vor drei Jahren wurde von der Planung einer WKA in unmittelbarer Nähe von 475a Abstand genommen. Die Gründe: Der Rotmilan und die Flugsicherung. Und an diesen beiden Prämissen hat sich nichts geändert.

 

Darüber hinaus beträgt die Entfernung zur mittelalterlichen Ronneburg (nach Intervention der Denkmalbehörde in Wiesbaden) nur 2000 m, so dass historisch bedeutsame Blickachsen durch den Bau von Windkraftanlagenmassiv gestört würden.